Straßen.NRW wird selbst zum Problem Unverständnis und Unmut über Bauverschiebung des Marktkaufkreisels

Veröffentlicht am 26.04.2017 in Ratsfraktion

Michael Kersting, stellv. Vorsitzender der SPD-Delbrück und sachkundiger Bürger im Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss der Stadt fand deutliche Worte zur erneuten Verschiebung des Umbaus des Kreuzungsbereiches Westenholzer Straße/Lippstädter Straße in der Nähe des Marktkaufs:

Es ist unfassbar und macht mich (wieder mal) richtig wütend: Seit fast 1 ½ Jahren ist die Rede vom Bau eines Kreisverkehrs am Marktkauf (Westenholzer Straße/Lippstädter Straße/Auffahrt B64). Im Januar 2016, also vor 15 (in Worten: fünfzehn!) Monaten stellten Vertreter von Straßen.NRW im Bauausschuss der Stadt Delbrück mit einer eindrucksvollen PowerPointPräsentation die Planungen für den Bau des Marktkauf-Kreisels und den Ausbau des Westenholzer Straße bis zum Artega-Kreisel vor. Dabei gaben sie bereits präzise Angaben zu Baubeginn, Bauzeit und Bauende. Von „K“ – wie Karneval bis „K“ wie Katharinenmarkt war die Rede.

Jeder, der sich diese Show im Bauausschuss ansehen konnte, durfte den Eindruck gewinnen, dass da mal richtig was durchgedacht und durchgeplant wurde und jetzt nur noch einfach an der Leine gezogen werden musste, damit es losging.

Pustekuchen! Jetzt, mehr als ein Jahr nach dieser eindrucksvollen Vorstellung wird so ganz beiläufig bekannt, dass das ganze Bauvorhaben komplett ins Jahr 2018 verschoben wird. Angeblich – so die Presseinformation - , wegen der bereits jetzt (im April 17) ausgelasteten Auftragslage am Bau. Was soll das denn? Ist diesem Amt erst jetzt aufgefallen, dass es am Bau eine Hochkonjunktur gibt? Warum weiß man das erst jetzt? Und warum hat man das Bauvorhaben im Februar auf April/Mai verschoben? Wusste man damals noch weniger, als heute? Oder hat da wieder jemand im Hintergrund die Finger im Spiel? Was ist da bloß los? Fragen über Fragen.

Wie kann es sein, dass ein solches Bauvorhaben von langer Hand geplant und vor über einem Jahr in Delbrück äußerst präzise vorgestellt, nahezu wenige Tage vor dem gedachten Baubeginn einfach mir nichts-dir nichts ins Jahr 2018 verschoben wird und Bürgermeister und Bauamt ganz offensichtlich lapidar und so ganz nebenbei darüber informiert werden?

Wer will hier eigentlich wen verschaukeln? Glauben die Verantwortlichen in der zuständigen Straßen.NRW-Niederlassung in Meschede eigentlich selbst, was sie da von sich geben? Die Frage sei erlaubt: Was kriegt dieses Straßen.NRW-Behördenmonstrum eigentlich überhaupt noch auf die Reihe? Wenn ich allein an die Lärmschutzwand an der B64 / Tegetfeld/Südstraße denke, kommt mir mein Kommunionskaffee hoch. Wie lange haben wir darauf gewartet und dafür gekämpft? Gefühlte 40 Jahre! Und erst als die Stadt Delbrück endlich das Heft in die Hand nahm und Planung und Bauausführung selbst übernahm, ging's voran.

Wenn irgendein Bauvorhaben bei uns in Delbrück angesprochen wird, das nur ansatzweise die Interessen oder den Einflussbereich von Straßen.NRW berührt, kommt mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1 eine dieser Aussagen: „Geht nicht“ , „das macht Straßen-NRW nicht mit“ , „wird von Straßen-NRW abgelehnt“ , „dafür hat Straßen.NRW kein Geld“ , „dafür hat Straßen.NRW kein Personal“ usw. usw. …. Beim Erfinden von Ablehnungsgründen und Ausreden ist die Kreativität dieser Straßenbaubehörde nahezu unerschöpflich.

Wir als Kommune müssen diesem Straßenbauamt demütigst und unterwürfigst und gebeugter Haltung gegenübertreten und bloß keinen falschen Mucks von uns geben, damit wir überhaupt gehört werden. Eine falsche Äußerung kann den Fall eines ganzen Projektes zur Folge haben. Und das nur, weil diese Fürsten in Meschede unangreifbar sind. Alles Schimpfen, Bitten und Betteln hilft nicht. Alles perlt an ihnen ab und wir hier unten müssen das als von Gott gegeben akzeptieren. Und wehe einer muckt auf.

Nicht die Auftragslage am Bau ist das Problem, sondern diese Behörde, die von Steuergeldern finanziert wird, ist längst selbst ein Problemfall. Straßen.NRW arbeitet ganz offensichtlich mit aller Kraft gegen die Interessen der Kommunen und damit gegen die Bedürfnisse der Bevölkerung. Dazu kommt eine offensichtliche Überforderung und die Unfähigkeit die Probleme, die wir beim Straßenbau haben, auch nur im Ansatz einer Lösung zuzuführen.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass zumindest die anderen angekündigten Bauvorhaben pünktlich in die Tat umgesetzt werden, oder müssen wir in den nächsten Wochen weitere Zusammenbrüchen in diesem Zusammenhang befürchten? Man darf gespannt sein.

 

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