Entgegnung auf Frau Michaelis' Artikel im Westfalenblatt vom 23. 01. 2019

Veröffentlicht am 13.02.2019 in Ratsfraktion

Norbert Hagenbrock

Am  23. 01. 2019 war im Westfalenblatt ein Artikel zu lesen über die Initiative „Nein zum Rathaus“. Dieser Initiative gehören prominente Delbrücker Bürger an wie Herr Fritz-Wilhelm Pahl, Dr. Bernhard Winnemöller, Hubert Sprick, Robert Oelsmeier, Dr. Erich Jakobi u.a. Die Delbrücker Stadtpost gab am 30. 01. ihr ebenfalls die Möglichkeit, ihre Vorstellungen zu Prioritäten für die Stadtentwicklung der Bevölkerung kund zu tun: „Schule vor Schulden!“

Dieser Artikel wiederum brachte Frau Michaelis (PID früher FDP) so auf die Palme, dass sie eine Entgegnung schrieb, um dabei schnell nebenher auch Grünen und SPD massive Vorwürfe zu machen. Dazu nimmt der schulpolitische Sprecher der SPD wie folgt Stellung:

"Wir sind es gewohnt, dass die Grünen, SPD und Co stets meckern und alles zerreden, was in Delbrück für Delbrück entschieden wird“, so die werte Frau Michaelis, die offenbar ein schlechtes Gedächtnis hat und der eine etwas selbstkritischere Haltung gut zu Gesicht stünde.

Bei Ratsentscheidungen liegt die Ablehnungsrate für Beschlüsse seitens der SPD weit unterhalb von 50%. Beim Rathausbau geht es um sehr viel Geld und die zukünftige Handlungsfähigkeit der Stadt. Neu gewählten Stadtparlamenten wird auf lange Zeit ein drückendes finanzielles Korsett verpasst.

Dabei war die Idee eines Rathausneubaus das Ergebnis eines schulpolitischen Seitensprungs des Bürgermeisters, den jetzt CDU, PID (ehemals FDP), SGD und FDP liebevoll hegen und pflegen, statt sich um ihr eigenes Projekt - die Gesamtschule - in dieser Weise zu kümmern. Wer die heftigen, emotionalen, jahrelangen Auseinandersetzungen um die Errichtung einer Gesamtschule verfolgt hat, weiß, dass vor allem die CDU, aber auch Frau Michaelis als damalige FDP-Vorsitzende alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, um diese Schulform zu verhindern. Der Gesamtschule wurde seitens der FDP„sozialistische Gleichmacherei“ vorgeworfen.

Was das Zerreden anbelangt, hat sich vor allem Frau Michaelis hervorgetan. Wer sie in Rats- oder Ausschusssitzungen erlebt hat, war sicherlich beeindruckt von ihrer Gabe, ausufernde Reden zu halten. Da ist es schon eine beachtliche Leistung der Initiative „Nein zum Rathaus“, sie „etwas sprachlos“ gemacht zu haben. Wir sind sicher, das wird nicht lange anhalten, ist es doch schon logisch unmöglich, „etwas sprachlos“ zu sein.

Vehement lehnt es Frau Michaelis ab, eine Marionette zu sein. Wie sie dann auf die Idee kommt, die Initiative „Nein zum Rathaus“ „nötige“ Bürgerinnen und Bürger zum Nein, obwohl sie fähig sind, „sich ihr eigenes Urteil zu bilden und zu entscheiden“, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Offensichtlich traut sie ihren Mitmenschen doch weniger Unabhängigkeit zu als sich selber. Ganz schön elitär!

 
 

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