Die SPD-Fraktion Delbrück lehnt die Durchgangsstraße durch das „Himmelreich“ ab.

Veröffentlicht am 25.07.2012 in Ratsfraktion

Wer Straßen baut wird Verkehr ernten !

Den Bau der Entlastungsstraße als Durchgangsstraße durch das „Himmelreich“ hält die SPD-Fraktion Delbrück für nicht notwendig und hat in der Sitzung des Stadtrates am 12.11.2009 dagegen gestimmt. „Dafür haben wir triftige Gründe:
  • durch die Zerschneidung der Adolf-Kolping-Straße wird eine verkehrsberuhigte Führung zum Zentrum hin und damit ein Stück „Alt-Delbrück“ zerstört.
  • der vorhandene Kindergarten wird durch die Straße tangiert (Lärm, Feinstaub) und ein Bereich des Wiemenkampes wird weggenommen.
  • die aktuellen Verkehrsprognosen belegen, dass die beabsichtigte Entlastungswirkung der Innenstadt infolge der neuen Durchgangsstraße nicht eintritt.
  • Im Bereich der Lange Str., Thülecke und der Ostraße, sind es dann lediglich nur 10 % weniger Kfz/Tag (11.000 Kfz/Tag gegenüber 9.800 Kfz/Tag).
  • gleichzeitig wird festgestellt, dass nach vollständiger Bebauung des „Himmelreiches“ rund 35 % der prognostizierten 5.100 Kfz/Tag Ziel- und Quellverkehr sein werden. Diese dann rund 1.750 Kfz/Tag können über eine Stichstraße an den leistungsfähigen Kreisverkehr (Lange Str./Rietberger Str.) im Norden des Baugebietes verkehrlich angeschlossen werden.
  • auch ohne die neue Durchgangsstraße ist für Delbrück-Mitte infolge eines Verkehrs- konzeptes mit einem für bestimmte Straßenabschnitte enthaltenen Einbahnstraßen- system eine für alle Verkehrsteilnehmer zufrieden stellende Lösung möglich.“
Weiterhin ist die SPD-Fraktion Delbrück der Auffassung, dass bei der Planung der neuen Durchgangsstraße der Radfahrverkehr unzureichend berücksichtigt wird. Es ist einerseits unverantwortlich, bei einer Prognose von 5.100 Kfz/Tag und zulässigen 50 Km/Stunde, den Fahrradfahrer auf die Fahrbahn zu schicken. Andererseits führt die vorgesehene Lösung, dass die Fahrradfahrer den Gehweg benutzen dürfen – Gehweg / Radfahrer frei – zu verkehrsgefährdenden Situationen. Da genügend Straßenraum vorhanden ist, sollten zur Trennung der Verkehrsarten eigene Radfahrstreifen angelegt werden. So bleibt für die schwächeren Verkehrsteilnehmer genügend Sicherheit auf dem Gehweg.
 

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