Barrierefreiheit überall, keine Kanten, keine Schrägparkplätze, aber Zebrastreifen beibehalten!

Veröffentlicht am 28.01.2015 in Ratsfraktion

SPD – Delbrück unterstützt Forderungen des Seniorenbeirates

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„Delbrück ist ein Sonderfall“ so zürnte der Planer Thomas Fenner bei der Vorstellung seines Entwurfes zur Umgestaltung der Delbrücker Innenstadt zu den Änderungswünschen der Mitglieder im Bauausschuss. Wörtlich fügte er hinzu: „Wir sind keine Planungshure, mit der sich alles machen lässt. Wir haben die Planungshoheit und sind die Entwurfsverfasser.“

Dazu stellt die SPD-Fraktion folgendes fest: Das eindeutige Ziel des „Integrierten Handlungskonzeptes“ ist nach wie vor, dass die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt deutlich verbessert und für alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch und insbesondere für die schwächeren Verkehrsteilnehmer attraktiver wird.

Haase machte deutlich, dass Barrierefreiheit überall in der Innenstadt gelten muss. Stufen und Kanten gehören aber nicht dazu. Bisher habe es diese Kanten als Parkplatzeinfassung auch nicht gegeben und die Delbrücker haben das bis heute überlebt. „Wenn wir Barrierefreiheit wollen, dann müssen wir das auch überall durchziehen! Stolperkanten gehören jedenfalls nicht dazu! Deshalb unterstützen wir nachdrücklich die Forderungen des Seniorenbeirates und des Netzwerks „Barrierefreies Delbrück“.

Allerdings lehnt die SPD die Forderung mancher Anlieger auf Errichtung von Schrägparkplätzen in der Thülecke kategorisch ab.

Wenn das Ziel des „Integrierten Handlungskonzeptes“ erreicht werden soll, müssen nach Auffassung der Delbrücker SPD folgende Punkte beim Straßenumbau beachtet werden:

  • Es sind ausnahmslos Längsparkplätze einzurichten. Eine Schrägaufstellung von Parkplätzen insbesondere im Kurvenbereich der „Thülecke“ ist nicht nur problematisch, sondern sie mindert die Verkehrssicherheit und beansprucht viel Raum, der für eine Platzgestaltung notwendig ist.
  • Den Forderungen des Seniorenbeirats und des Netzwerks „Barrierefreies Delbrück“ ist unbedingt nachzukommen. Dazu gehört auch die „0“-Absenkung der Parkplatzeingrenzung zum Gehweg hin. Hier dürfen durch den Einbau von 3 cm hohen Tiefbordsteinen keine Stolperfallen entstehen. Die höhengleiche Anlage der Parkplätze zu den Gehwegflächen hin bietet auch Vorteile für die vielen festlichen Veranstaltungen während des Jahres in Delbrück – bis hin zum Karneval.
  • Einbau von taktilen Elementen für Sehbehinderte - so wie sie schon in Delbrück existieren
  • Stellplätze für Menschen mit Behinderungen in zentraler Lage
  • Barrierefreie Zebrastreifen an den bereits vorhandenen Stellen, denn auch bei der vorgesehenen Tempo 20 km/h Regelung behalten die Autos auf der Fahrbahn ihre Vorfahrtsberechtigung. So sind vor allem die schwächeren Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger, Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und ältere Bürger mit Rollator auf die für sie vorfahrtsberechtigten „Zebrastreifen“ angewiesen.

Willibald Haase wirft der CDU-Mehrheitsfraktion vor, das einst gewünschte Konzept inzwischen völlig verwässert zu haben. „Von dem, was wir mal wollten, bleibt bald fast nichts mehr! Es fing damit an, dass die CDU eine Einbahnstraßenregelung rundweg ablehnt und mit der erweiterten Fahrbahnbreite von 5,50 m dem Autoverkehr klar und deutlich den Vorrang einräumt. 


Haase weiter: „Wenn wir hohe Aufenthaltsqualität und eine Innenstadt wollen, die zum Bummeln, Flanieren und damit zum Einkaufen einladen soll, dann müssen die Autos draußen bleiben! So, wie es die CDU jetzt will, hat der Autofahrer weiter Vorrang und die Fußgänger werden weiter wie die Kaninchen über die Straßen gescheucht. Deshalb und nur deshalb brauchen wir auch Zebrastreifen, so wie beispielsweise auch in Rietberg!“ 


Am kommenden Donnerstag wird die SPD-Fraktion diese Forderungen in der Ratssitzung nocheinmal bekräftigen und dafür eintreten, dass das Ziel „Höhere Aufenthaltungsqualität und Sicherheit“ für alle Verkehrsteilnehmer in Delbrück erreicht wird.

 

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