Antrag Sanierung Hohe Brücke

Veröffentlicht am 28.07.2012 in Ratsfraktion

SPD – Fraktion im Rat der Stadt Delbrück, Delbrück, den 28.02.2011
Willibald Haase
Udo Büdeker

An Herrn
Bürgermeister Werner Peitz
Lange Straße 41
33129 Delbrück

An den Vorsitzenden
des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses
der Stadt Delbrück
Herrn Meinolf Päsch

Antrag zur Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses am 17.03.2011

Antrag zur Ratssitzung am 31.03.2011

Sanierung der „Hohen Brücke“ in Delbrück unter Beibehaltung des vorhandenen Bogentragwerkes aus Klinkern

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Peitz,
sehr geehrter Herr Päsch,

wir bitten Sie, diesen Antrag sowohl für die Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsaus- schusses am 17.03.2011 als auch für die Ratssitzung am 31.03.2011 aufzunehmen.

Die „Hohe Brücke“ ist seit Mitte Januar 2011 gesperrt. Sie wurde infolge des Baues der Bahnlinie Wiedenbrück – Delbrück – Paderborn im Jahre 1901 errichtet. Für die Notwendigkeit dieser Brücke war damals die Verkehrsführung auf dem „Driftweg“ wichtig genug.
Mit dem Bau des Hallenbades und der Anlegung der Straße „Nordring“ im Jahre 1975 nahm die Verkehrsbedeutung der Brücke durch ihre Verbindungsfunktion zur Friedrichstraße um ein hohes Maß zu.

Ein Blick auf den aktuellen Stadtplan zeigt, dass es die einzige Verbindung im nord-westlichen Bereich der Stadt ist. Nach unseren Informationen liegt hier die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (der DTV-Wert) bei rund 2.600 Kfz pro Tag.

Dies sind nicht nur Bewohner der Wohngebiete: Tetbusch, Bertelsfeld und Tegetfeld, es sind auch Besucher des Hallenbades und des Hotels „Waldkrug“ von der B 64 aus kommend und insbesondere viele Mitarbeiter verschiedener Firmen auf ihrer täglichen Fahrt zur Arbeit (wie z. B. Gepade u. a. Firmen).

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt, die Sanierung der „Hohen Brücke“ in Delbrück unter Beibehaltung des vorhandenen Bogentragwerkes durchzuführen. Es wird nach Entfernen des Deckenaufbaus und der Verfüllung eine tragende, entsprechend berechnete Stahlbetonplatte mit seitlichen Kappen aufgebracht. Die einspurige Verkehrsführung hat sich bewährt und wird beibehalten.

Für die Finanzierung sind im Haushalt der Stadt Delbrück für das Jahr 2011 die erforderlichen Mittel bereitzustellen.

Begründung:

Die Nutzer dieser Brücke (2.600 Kfz/Tag) müssen zur Zeit weite Umwege fahren. Insbesondere die Delbrücker Innenstadt ist durch das zusätzliche Verkehrsaufkommen und die damit verbundenen Abgase stärker belastet.

Die aufgezeigte Sanierungsvariante ist die kostengünstigste und schnellste Lösung.

Das Bogentragwerk aus Klinkern selbst weist keinerlei Schäden, wie Risse, auf; ebenso wenig im Kämpfer-/Fundamentbereich.
Die Schäden am Bauwerk befinden sich lediglich im Bereich und unterhalb der Gesimse. Durch Frostschäden im Deckenaufbau wurde das Gesims, vor allem auf der nördlichen Seite, nach außen, quer zur Fahrbahn, verschoben. Unterhalb des Gesimses, über dem Bogen- scheitel, sind Klinker herausgetreten bzw. wurden locker.

Desweiteren bietet die aufgezeigte Sanierungsvariante unter städtebaulichen Gesichtspunkten eine vertretbare Lösung. Denn mit Ihren 110 Jahren ist die „Hohe Brücke“ für Delbrück ein historisch markantes Bauwerk. Zudem ist sie die letzte Erinnerung an die Bahnverbindung.

Mit freundlichen Grüßen

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(Willibald Haase) (Udo Büdeker)

 

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