Antrag: Förderung eines Studenten via Studienfonds OWL

Veröffentlicht am 28.07.2012 in Ratsfraktion

SPD – Fraktion im Rat der Stadt Delbrück Delbrück, den 24.02.2011
Theo Stollhans und Christian Wiebeler

An den Bürgermeister
der Stadt Delbrück
Herrn Werner Peitz

An die Vorsitzende
des Schul- und Kulturausschusses der Stadt Delbrück
Frau Brigitte Michaelis

Sehr geehrter Herr Peitz,
Sehr geehrte Frau Michaelis,

bitte setzen Sie den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Schul- und Kulturausschusses am 07. April 2011 sowie auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates am 26. Mai 2011.


Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt umgehend die nötigen Schritte zur Gegenfinanzierung eines Deutschlandstipendiums an eine oder einen leistungsstarke/n Studierenden, geboren oder wohnhaft in Delbrück, durchzuführen. Die Vergabe des Stipendiums der Stadt Delbrück erfolgt durch den Studienfonds OWL.
Für die Finanzierung eines solchen Stipendiums sind jährlich 1.800 € im Haushalt der Stadt Delbrück bereitzustellen.

Begründung:

Der Studienfonds OWL wurde 2006 von den Universitäten Paderborn und Bielefeld, der Fachhochschule Bielefeld, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Hochschule für Musik Detmold zur Förderung leistungsstarker und im Einzelfall bedürftiger Studierender in der Region Ostwestfalen-Lippe gegründet. Der ehemalige Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bezeichnete ihn als „Vorbild für den Aufbau eines nationalen Stipendiensystems“ und baute auf dem Studienfonds-Modell im Jahr 2009 auch das NRW-Stipendienprogramm auf. Dieses wurde mittlerweile durch Forschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan auf das bundesweit geltende „Deutschlandstipendium“ ausgeweitet. Der Studienfonds OWL hat seit dem Jahr 2006 mehr als 560 Studierende gefördert; derzeit befinden sich im Rahmen des NRW-Stipendienprogramms 228 Studierende in der Förderung.

Das neue Stipendienprogramm wird an den Hochschulen in OWL zum nächsten Wintersemester eingeführt. Neu beim Deutschlandstipendium ist, dass neben Leistung, Begabung und gesellschaftlichem Engagement auch die persönliche und familiäre Situation der Bewerberin oder des Bewerbers bei der Auswahl berücksichtigt werden. Die Finanzierung der Stipendien erfolgt anteilig durch Mittel des Bundes sowie durch Mittel, die die Hochschulen (in OWL vertreten durch den Studienfonds OWL) selbst einwerben müssen. Insgesamt stehen den fünf Hochschulen für das Studienjahr 2011/12 bis zu 201 Stipendien zur Verfügung, wenn sie es schaffen, genügend Unterstützer für die Gegenfinanzierung zu erhalten. Die Förderer, die in diesem Rahmen mit dem Studienfonds OWL kooperieren, haben die Möglichkeit, die Stipendien mit einer Widmung zu versehen.

Der Studienfonds OWL stärkt den Hochschul- und Wirtschaftsstandort OWL, indem er leistungsstarke und begabte Studierende an die Hochschulen der Region bindet. Über die finanzielle Unterstützung hinaus bietet der Studienfonds OWL den Stipendiatinnen und Stipendiaten ein umfassendes ideelles Förderprogramm, in dem Kontakte zwischen Unternehmen, Stiftungen, Vereinen, Kommunen und den Studierenden vermittelt werden. Angeboten werden beispielsweise Unternehmensbesichtigungen, Workshops, Bewerbungstrainings, Polittalks, Theaterbesuche u.v.m. Besonders leistungsstarke Studierende können so für die Region OWL gewonnen werden und es kommt zu einer Bindung der künftigen Spitzenkräfte an die Region. Die Förderung dient zur Unterstützung der Studierenden in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung. Es handelt sich daher um eine Investition in die Zukunft junger Menschen, die am Anfang ihres beruflichen Werdegangs stehen.

Im Rahmen der finanziellen Förderung erhalten die Studierenden monatlich 300 Euro, wovon die Hälfte durch den Bund bezuschusst wird. Ein Stipendium kann bis zum Ende der Regelstudienzeit gewährt werden.

Der Studienfonds OWL ist vorbildhaft für die Realisierung einer deutschen Stipendienkultur. Zu den zahlreichen Förderern aus Wirtschaft und Gesellschaft gehören neben Unternehmen und Stiftungen auch folgende Städte aus der Region: Bad Driburg, Bad Salzuflen, Beverungen, Brakel, Detmold, Höxter, Nieheim, Paderborn, Rietberg, Steinheim, Warburg.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Theo Stollhans gez. Christian Wiebeler

 

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