Unverständnis und Enttäuschung über Ratsbeschluss

Veröffentlicht am 14.04.2014 in Ortsverein

SPD kritisiert massiv Ablehnung eines Verkehrsversuchs

Delbrück. Zu der Entscheidung des Rates der Stadt Delbrück (vom 10.04.2014) die Prüfung einer Einbahnstraßenlösung abzulehnen, erklärt die SPD-Delbrück folgendes:

Mit Unverständnis und Enttäuschung nimmt die SPD-Delbrück den jüngsten Ratsbeschluss zur Kenntnis, in dem die Mehrheit von CDU und FDP den Antrag der Fraktion Grüne/OL zur Prüfung einer Einbahnstraßenlösung in der Delbrücker Innenstadt rundweg abschmetterte.

Die SPD stellt fest, dass der Mehrheitsfraktion CDU hier wieder einmal der Mut fehlt, auch andere, alternative Wege bei der Innenstadtgestaltung zu gehen. Die Ablehnung eines Verkehrsversuches ist nach Auffassung der SPD nur mit der Angst begründet, dass dieser zeigen könnte, dass eine Einbahnstraßenlösung entgegen der CDU-Meinung doch besser ist.

Die Frage darf erlaubt sein, wer in Delbrück eigentlich das Sagen hat und die Ratsentscheidungen über die CDU-Fraktion massiv zu seinen Gunsten steuert. Die CDU bekommt von denen, die keine Veränderung der Innenstadt wollen, offensichtlich knallhart ins Heft diktiert, wie im Rat abzustimmen ist. Und die CDU scheint zu spuren. Argumente zählen da nicht. Die Fraktionen von SPD und Grünen können sich den Mund fusselig reden und noch so viele gute Beispiele von anderen Städten anführen. Alles prallt an einer Mauer der Ablehnung ab.

Auch der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger, wie er immer wieder in Gesprächen geäußert wird, doch wenigstens mal einen Versuch zu machen, wird kurzerhand und rigoros vom Tisch gewischt. Es wird nicht mal zugehört. “Da ist der Drops gelutscht“, tönt es aus der CDU-Fraktion. Basta!

Es werden Befürchtungen von Leerständen angeführt und Ängste geschürt. Einbahnstraßen als Ursache für mögliche Leerstände bei Geschäftshäusern zu benennen ist abwitzig und entbehrt jeder Grundlage. In Bad Lippspringe bespielsweise gibt es auch eine Menge Leerstände und die haben keine Einbahnstraße. Und jetzt?

Das Thema „Einbahnstraße in der Innenstadt“ ist mittlerweile mehr als 30 Jahre alt. Schon der damalige SPD-Ratsherr Egon Schönbach hat in den 80er Jahren einen entsprechenden Verlehrsversuch gefordert. Auch damals: Abgelehnt – Basta!

Verbessert hat sich seitdem nichts. Die Aufenthaltsqualität in Delbrück ist gemessen am Beispiel Rietberg eine einzige Katastrophe. Die Kurzsichtigkeit derer, die am liebsten alles beim Alten belassen möchten, ist kaum zu beschreiben. Das Schlimme daran aber ist, dass hier möglicherweise viel Geld ausgegeben wird mit dem zu befürchtenden Ergebnis, dass sich nichts ändern wird.

Eine Innenstadt muss attraktiv sein. Kunden kommen nur in die Stadt, wenn man sie mit interessanten Angeboten und einer ansprechenden Umgebung anlockt. Versuchen Sie mal in Delbrück einen Schaufensterbummel zu machen. Oder mal ein Bier oder einen Kaffe im Freien zu trinken. Ein einziger Witz! Nach wenigen Minuten steigen Sie ins Auto und fahren nach Rietberg oder Lippstadt.

SPD-Fraktionschef Willibald Haase führte ausführlich die positiven Beispiele der Nachbarstädte Rietberg und Lippstadt ins Feld, was von CDU-Fraktionschef Meinolf Päsch als nicht vergleichbar zurückgewiesen wurde. Darauf gibt die SPD nur eine einzige Antwort: „Nicht vergleichbar, Herr Päsch? Sicher nicht, weil es dort schöner und gemütlicher ist als heute in Delbrück! An diesem Drops wird sich noch manch einer verschlucken“.

Mit gesteigertem Interesse sieht die Delbrücker SPD den künftigen CDU-Argumenten entgegen, mit denen sie später evtl. Leerstände begründen wird, obwohl es nach ihrem Willen keine Einbahnstraße in Delbrück gibt. Delbrück wird der Entwicklung wieder einmal hinterherhinken. Später wird sich manch einer verdutzt die Augen reiben bei der Feststellung, dass andere Städte längst erkannt haben, wie wichtig die Aufenthaltsqualität von Innenstädten ist.

Aber dann ist das Geld bereits ausgegeben und der Drops gelutscht !

 

Delbrück, den 14.04.2014
gez.
SPD-Delbrück
Michael Kersting

Pressesprecher

 

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