Stellungnahme der SPD-Fraktion Delbrück zur Veröffentlichung der Anmeldezahlen für die Gesamtschule

Veröffentlicht am 16.02.2014 in Ratsfraktion

Schulpolitischer Sprecher Norbert Hagenbrock

Delbrück - Überwältigender konnte das Votum der Eltern nicht sein, ihr Kind zur Gesamtschule Delbrück zu schicken: 209 Anmeldungen sprechen eine überaus deutliche Sprache. Hier wird ein weiteres Mal deutlich, dass sich die CDU lange Zeit gegen den Elternwillen gestemmt hat, den sie ansonsten bei jeder Gelegenheit ins Feld führt. Daraus lernen wir: Solange die Eltern das Glück haben, dasselbe zu wollen wie die CDU, gilt auch der Elternwille – wenn nicht, dann nicht. Im Bündnis mit der GABI bzw. den Grünen hat sich die SPD in einem jahrelangen zähen Kampf gegen dünkelhafte, unrealistische Pädagogikkonzepte von CDU und FDP nicht zermürben lassen und sich für die Errichtung dieser Schulform eingesetzt.

Das Eintreten der SPD für die Gesamtschule war zu keiner Zeit gegen irgendeine Schulform gerichtet, sondern von der Einsicht in demographische Entwicklungen getragen: Wenn immer weniger Kinder geboren werden, hat das zwangsläufig Auswirkungen auf das bestehende Schulsystem. Sich rechtzeitig darauf angemessen einzustellen, war das Gebot der Stunde.

Mit der Verkürzung der gymnasialen Schulzeit hat die CDU wohl ungewollt zum beispiellosen Erfolg der von ihr nicht geliebten Gesamtschule beigetragen: Diejenigen Eltern, die ihren Kindern mehr Zeit zum Reifen, Spielen, Ausüben von Hobbys und Engagement in Vereinen geben wollen, sehen in der Gesamtschule eine hervorragende Alternative, die auch die Wege in Berufe möglichst lange offen hält.

Die SPD dankt allen Beteiligten und wünscht den Eltern, Lehrern, der Schulleitung, vor allem aber den Kindern, dass sie immer zu dieser Wahl stehen können und eine schöne und erfolgreiche Schulzeit an Delbrücks neuer Gesamtschule erleben werden!

Norbert Hagenbrock
Schulpolitischer Sprecher der SPD Delbrück

 

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