„Realschule plus“ - Noch eine Schule oder Hirngespinst

Veröffentlicht am 10.03.2016 in Ratsfraktion

Reinhard Schmitz, Vorstandsmitglied der Delbrücker SPD

Unter dem Titel „Realschule plus – ein Modell für Westenholz?“  berichtete das  Westfälische Volksblatt  in seiner Ausgabe vom 26. März  über  den erneuten Versuch von Ratsherrn Hans-Theo Sasse (fraktionslos) und der Realschulleitern Frau Sigrid Sordon-Hackel  eine „Real-schule Plus“ als zusätzliche Schulform in Delbrück-Westenholz  zu etablieren.
Dazu schreibt Reinhard Schmitz, Vorstandsmitglied der Delbrücker SPD, folgenden Leserbrief an das WV.

In dem genannten Artikel äußert Ratsherr Sasse die Absicht, eine zusätzliche weiterführende Schule, eine „Realschule plus“, in Delbrück einzuführen und erhält eine fragwürdige Unterstützung bei der begrifflichen Definition der neuen Schulform durch die Schulleiterin, Frau Sordon-Hackel. Sie müsste eigentlich wissen, dass es eine Kombination von Haupt- und Realschulbildungsgängen schon länger gibt – nur nicht unter dem Namen „Realschule plus“. Ist nun der neue Name das Besondere? Wie kann man sich für ein derartiges Anliegen einsetzen, wenn man als Fachfrau auch wissen müsste, dass die Gesamtschule alle Bildungsgänge – eben auch den Hauptschulbildungsgang – unter einem Dach anbietet. 
Und auch dem Inklusionsgedanken, dem die besondere Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Handycaps zugrunde liegt, sind Gesamtschulen in besonderer Weise verpflichtet. Von der schulischen Inklusion werden aber nicht nur jene erfasst, denen das Lernen schwer fällt, sondern auch Kinder und Jugendliche, die mit besonderen Hemmnissen in die Schule kommen: z. B. mit mangelnden Deutschkenntnissen. Hierfür können auch in Gesamtschulen Auffang- oder Vorbereitungsklassen eingerichtet werden. Darüber beschließt übrigens nicht der Schulträger, sondern die Schulaufsicht in Abstimmung mit der Schulleitung.
Fazit: Die bestehenden Schulformen in Delbrück können allen Ansprüchen, die von Frau Sordon-Hackel und von Herrn Sasse formuliert werden, gerecht werden. Da fragt man sich: Was sind deren Intentionen?
Eine Anmerkung zur Position der FDP zur Organisation der Schullandschaft in Delbrück: Ich habe in der Schulausschusssitzung nur pauschale Vorwürfe gehört, u.a. zu wenige Räume für den Sport. Ich empfehle: Die FDP überprüfe bitte auf der Basis von Lehrplänen und Stundentafeln die rechtlich geforderten Einheiten und rechnet dann mal zusammen, welche Einheiten vorhanden sind. Für den Sport kommt man zu einem anderen Ergebnis.
Im Übrigen halte ich es schon für bemerkenswert, wenn die FDP der Schulleitung der Gesamtschule im Ergebnis vorwirft, ihre Bedarfe „schöngerechnet“ zu haben und damit mit anderen Worten sagt, dass die Schulleitung ihr eigenes System schwächt. Dieser Vorwurf ist nach meinen Erkenntnissen nicht haltbar.
Meine Bitte an alle Beteiligten und Entscheider: Entwickeln Sie bitte das bestehende Schulsystem konstruktiv weiter! Es bietet alle pädagogischen Möglichkeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Schmitz

Anmerkung: Dieser Leserbrief wurde vom WV leider  nicht veröffentlicht. 
Deshalb steht er jetzt hier.

 

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