Fragen zum Tunnel und zum Anschluss Rietberger Straße/B 64. Die SPD will Details wissen und Anregungen geben.

Veröffentlicht am 19.06.2016 in Ratsfraktion

Michael Kersting, sachkundiger Bürger im UBP-Ausschuss

Der Rat der Stadt Delbrück hat in seiner Sitzung im April beschlossen, dass der Anschluß des Baugebietes Weststadt / Lerchenweg über eine Unterführung für Rad-, Fuß- und Autoverkehr erfolgen soll.

In der Bevölkerung hat diese Entscheidung mittlerweile eine rege Diskussion angefacht. In der Friedrichstraße hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die erhebliche Bedenken gegen einen sich bildenden Schleichverkehr durch diesen Tunnel befürchtet. Die gleichen Bedenken hatten die Mitglieder der SPD-Fraktion sowohl im Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss, als auch im Rat geäußert und die Verwaltung gebeten, Vorschläge zur Vermeidung eines Schleichverkehrs zu machen.

Da sich diese Maßnahme erst ganz am Anfang der Planungen befindet, besteht jetzt noch reichlich Zeit, weitere Überlegungen zur Realisierung dieser Unterführung anzustellen.

Deshalb hat die SPD-Fraktion für die nächste Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses am 30. Juni einige Fragen und Denkanstöße vorgelegt, die zur Diskussion anregen sollen.

So wird beispielsweile danach gefragt, ob man den Tunnel so großzügig bauen kann, dass er zwar hoch und breit genug ist, um neben Fußgängern und Radfahrern auch Autos aufnehmen kann, jedoch für den allgemeinen Autoverkehr grundsätzlich gesperrt ist und nur für die Fahrzeuge der Straßenunterhaltung, Streudienste und Notfallfahrzeuge zugelassen ist ?

Diese Variante hätte, so die Überlegungen der SPD, mehrere Vorteile:
- der Tunnel wäre hoch und breit genug, um ihn als Angstraum zu entschärfen.
- eine Schleichwegbildung würde nachhaltig verhindert
- der separate Gehweg und die sehr aufwändige Gehwegrampe könnten entfallen
- der Kreisverkehr Rietberger Straße / Hubertusstraße wäre ebenfalls unnötig.

Eine weitere Frage ist die zwingende Notwendigkeit des angedachten Kreisels an der jetzigen Einmündung Rietberger Straße / Hubertusstraße. Auch diese Planung stellt die SPD zur Diskussion.

Eine weitere Frage bezieht sich auf die Berechnung der Kosten des Tunnels und ob evtl. Fördermittel mit Auflagen in Bezug auf die Dimensionen des Tunnel verbunden sind.

In einer zweiten Anfrage will die SPD-Fraktion von der Verwaltung wissen, welche Möglichkeiten bestehen, den Anschluss der Rietberger Straße an die B 64 verkehrssicherer zu machen. Hier hat es immer wieder Klagen aus der Bevölkerung gegeben, dass die auf der B 64 an dieser Stelle gefahrenen hohen Geschwindigkeiten (Tempo 100 km/h ist erlaubt) vor allem für Linksabbieger oft zu brenzlichen Situationen führen. Um diesen Punkt zu entschärfen wäre für die SPD zunächst eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 70 km/h in beiden Richtungen ein erster Schritt zu mehr Sicherheit.

Bevor man aber mit Anträgen kommt, die möglicherweise – aus welchen Gründen auch immer – von Anfang an zum Scheitern verurteilt sind, möchte die SPD erst einmal Klarheit über die Machbarkeit der Vorschläge haben. Danach kann man weitersehen, was zu tun ist.

Hier finden Sie die "Anfrage Anschluss Weststadt" als PDF.

Hier finden Sie die "Anfrage Anschluss Rietberger Straße - B64" als PDF.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF.

 

Delbrück, den 18.06.2016

SPD-Delbrück
Michael Kersting (Pressesprecher)

 

 

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