CDU Entscheidungen und die Bibel

Veröffentlicht am 22.06.2015 in Ortsverein

Entscheidungen der Delbrücker CDU geben immer wieder Rätsel auf, weil sie einer Logik entspringen, die bisher in keinem Lehrbuch zu finden ist. Weil Delbrücks Kassen klamm sind, will die Union die Gesamtschule so aufspalten, dass die Mittelstufe in Delbrück und die Oberstufe in Ostenland etabliert werden. Diese Vorstellung ist pädagogisch völlig unsinnig. Die Einsparungen werden mit minderer Qualität teuer erkauft.

Umgekehrt verweigert sie aus obskuren Gründen eine Festbauweise für Flüchtlingsunterkünfte am Nordring, obwohl sie nicht nur aus Sicht der Opposition kostengünstiger zu realisieren wäre. Interessierte seien auf das „Kieler Modell“ der „Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen GmbH“ verwiesen. Weitere Informationen zu diesem Modell gibt es hier.

Um die Unionslogik zu verstehen, hilft nur intensive Lektüre des Buches, das angeblich Christdemokraten Richtschnur ihres Lebens ist – die Bibel. Da trifft man auf Psalm 127, 1-2, der verkündet: „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf.“ Wenn also z. B. Herr Hansmeier (CDU) zu Bette geht, kann er sicher sein, dass der Herr ihm gottväterliche Anweisungen erteilt, die er, wenn er am nächsten Tag sein Werk beginnt, seiner Fraktion als Tagesbefehl ausgibt.

Das Unverständnis anderer Parteien oder Mitbürger für diese Entscheidungen bekommt eine Erklärung im Römerbrief 11, 33: „Die Wege des Herrn sind unerforschlich“.

Erstaunlicherweise können Oppositionsparteien kaum Kapital aus all’ diesen Merkwürdigkeiten schlagen. Weshalb das so ist, sagt uns die Bibel ebenso: „Der Gerechte muss viel leiden“ – Psalm 34, 19. Sollte der Umkehrschluss das Erfolgsrezept der Union ergeben, würde das allerdings ein schlechtes Licht auf Delbrücker Zustände werfen.

 

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