Satire zur Gesamtschule (Zeitungsartikel Delbrücker Stadtanzeiger)

Veröffentlicht am 02.07.2013 in Ratsfraktion

Eintrag im Tinnefbuch der Rekorde ist sicher

Zur Entscheidung in der Schulausschusssitzung, die Gesamtschule an drei Standorten zu errichten, schreibt DSA-Leser Norbert Hagenbrock, Pfarrer-Kerkmann-Str. 5:

"Aufgrund ihrer Mehrheit im Delbrücker Rat hat die CDU durchgesetzt, die Gesamtschule an drei Standorten – Delbrück Mitte, Ostenland und Westenholz – zu errichten. Um diese Vorgabe umsetzen zu können, müssen Schüler der noch existierenden Hauptschule und der zu errichtenden Gesamtschule durch das Stadtgebiet hin- und hergekarrt werden. Zusätzlich wird das Gymnasium räumlich wieder eingeschränkt. Herr Horn bemerkte in der Schulausschusssitzung, die Räume seien durchaus vorhanden, nur nicht am richtigen Ort. Dieses von der Verwaltung vorgelegte Raumkonzept für Delbrücks Schulen animiert den Satiriker im Menschen:

Die Tatsache, dass Gesamtschüler ihr Abitur in der Regel erst nach 9 Jahren machen, hätte der CDU doch als göttlicher Fingerzeig dienen können: weshalb nur Ostenland und Westenholz mit Klassenjahrgängen beglücken? Delbrücks Wahlspruch lautet doch „Zehn Orte – eine Stadt“. Dann sollten auch alle Ortsteile jeweils einen Jahrgang zweizügig erhalten und die City bliebe dem Gymnasium vorbehalten. Schon wäre die Gesamtschule keine „Mammutschule“ mehr („Delbrück und die neun Zwerge“). Die Stadt bittet Michael Schumacher Schulleiter zu werden und Canned Heat ihren Song „On the Road again“ als Stadthymne verwenden zu dürfen. Vor allem bräuchte die CDU beim besten Willen keine Angst mehr vor einer „Einheitsschule“ zu haben.

Aber auch so ist Delbrück ein weiterer Eintrag im Tinnefbuch der Rekorde sicher."

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Hagenbrock
Sachkundiger Bürger SPD

 

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