
Antrag zur Sitzung des Haupt-, Finanz- u. Wirtschaftsförderungsausschusses am 27.03.2014 und zur Sitzung des Stadtrates am 10.04.2014

Antrag zur Sitzung des Haupt-, Finanz- u. Wirtschaftsförderungsausschusses am 27.03.2014 und zur Sitzung des Stadtrates am 10.04.2014
Delbrück, den 05.03.2014
SPD-FRAKTION im Rat der Stadt Delbrück
Sven Büdeker und Heinz Drenkelfuß
An den Vorsitzenden des Haupt-, Finanz- u. Wirtschaftsförderungsausschusses und des Rates, Herrn Bürgermeister Werner Peitz
Erstellung eines Masterplanes zur Stärkung des Handwerks in der Stadt Delbrück
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Peitz,
wir bitten Sie, diesen Antrag sowohl für die Sitzung des Haupt-, Finanz- u. Wirtschaftsförderungsausschusses am 27.03.2014 als auch für die Ratssitzung am 10.04.2014 aufzunehmen.
Delbrück ist auf einen leistungsfähigen Mittelstand und ein starkes Handwerk angewiesen. Es liegt im Interesse der Stadt Delbrück, das Handwerk nachhaltig und im Rahmen unserer Möglichkeiten zu unterstützen.
Gerade für die Zukunftsherausforderungen im Bereich der energetischen Sanierung brauchen wir ein leistungsfähiges Handwerk mit gut ausgebildeten Fachkräften und starken Auszubildenden.
Für uns erscheint es zielführend - nach dem Vorbild vieler anderer Städte in Deutschland - zusammen mit der Handwerkskammer einen “Masterplan Handwerk” auf den Weg zu bringen, der nicht nur gemeinsame Entwicklungsziele formuliert, sondern darüber hinaus auch konkrete Projekte und Instrumente zur Umsetzung benennt.
Vor diesem Hintergrund bitten wir den Rat und den zuständigen Ausschuss folgenden Beschluss zur Abstimmung zu stellen:
Beschlussvorschlag:
Die Stadtverwaltung erarbeitet in Kooperation mit der Handwerkskammer einen Masterplan zur Stärkung des Handwerks in Delbrück. Dabei sollen folgende Punkte Beachtung finden:
Öffentliche Vergaberichtlinien :
Das kommunale Vergabeverfahren ist auf Basis des Vergaberechts zu überprüfen. Eine bessere Festschreibung von Qualitätsstandards bei Bau und Leistungserbringung ist zu prüfen. Um Preis- und Lohndumping zu unterbinden, sollen Anbieter bei der Angebotsabgabe den jeweils gültigen Tarifvertrag zugrunde legen müssen. Um auch kleineren Unternehmen die Möglichkeit zu geben, an öffentliche Aufträge zu gelangen, sollen Vergaben verstärkt Gewerkeweise erfolgen.
Fachkräftesicherung:
Handwerksbetriebe sind durch eine gezielte Imagekampagne bei Rekrutierung von Fachkräften zu unterstützen.
Durch geeignete Personalmarketingmaßnahmen und mögliche Kooperationspartner ist die HWK bzw. sind die Handwerksbetriebe der Region bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken.
Dabei ist zu prüfen, inwieweit öffentliche Fördergelder aus erprobten ESF Projekten zu generieren sind oder anderweitige Fördertöpfe zur Verfügung stehen. Die Imagekampagne soll dazu beitregen, dass attraktiveArbeitsplätze im Handwerk unserer Region besser sichtbar und wahrgenommen werden und damit zum Anziehungspunkt für Fachkräfte auch von “außerhalb” werden.
Ausbildung:
Um das Risiko eines Ausbildungsabbruchs für Jugendliche in Handwerksbetrieben zu minimieren und zudem mehr erfolgreiche Berufsausbildungsabschlüsse zu sichern, sollen leistungsschwächere Azubis/ Schulabsolventen in der betrieblichen Ausbildung noch besser fachlich und pädagogisch unterstützt werden. Hier ist zu prüfen, inwieweit begleitende Maßnahmen angeboten werden können, um ggf. zukünftig auch solchen Schulabgängern eine Ausbildung zu ermöglichen, die Defizite in wichtigen Kernfächern aufweisen, aber mit geeigneter Unterstützung dennoch eine Ausbildung in einem Handwerksberuf absolvieren könnten.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Sven Büdeker, gez. Heinz Drenkelfuß
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